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HOB L÷sungen in der Praxis

Modernisierung der EDV durch den Einsatz von Windows Terminal Servern

Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) bildet den größten Sozialversicherungsträger in Österreich. Die Versicherungsanstalt betreut mehr als 4.330.000 Versicherte und Pensionisten und verwaltet ein Jahresbudget von ca. 20 Milliarden Euro. Das ist nach dem Bundesbudget das größte Budgetvolumen Österreichs. Effizienzgründe und „altersschwache“ Arbeitsplatz PCs sollten durch moderne IT Konzepte die EDV zukunftsfähig machen. Ihre Aufgaben nimmt die PVA in der Hauptstelle in Wien, in neun Landesstellen und einer Außenstelle sowie in 17 Gesundheitseinrichtungen wahr. Schwerpunkte der Versicherungsleistungen bilden Pensionen, Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge und Maßnahmen der Rehabilitation.

 

Das Management der PVA bemerkte die Notwendigkeit neuer IT-Strukturen früh und begann Ende 2000, über den Einsatz von Server based Computing Soft- und Hardware in Form von Windows Terminal Servern nachzudenken. Das IT-Projekt zielte auf eine Ablösung der im Einsatz befindlichen, zu schwachen Standard-PCs durch eine zukunftsweisende Lösung ab. Projekt-Verantwortlicher Leopold Vocedalek zu weiteren Zielen: „Die Rechen-Leistung sollte zentral erfolgen, um auch bei neueren Applikationen nicht an die Grenzen des einzelnen Arbeitsplatzes zu stoßen. Das Server-based-Computing-Konzept trägt ebenso dazu bei, die Lebensdauer der Arbeitsplatzgeräte zu verlängern. Die wichtigste Forderung war aber die Verringerung der Total Costs of Ownership (TCO) durch Verwaltungsvereinfachung in der Clientbetreuung und effiziente Software-Verteilung“.

 

Windows Terminal Server Zugriff für die Mitarbeiter

Bisher installierte die PVA sämtliche verwendete Applikationen lokal auf den PCs. Das sind, neben Office-Programmen, versicherungsspezifische Applikationen zur Pensionsberechnung, sowie Workflowapplikationen und Archivlösungen. Die Testphase startete im März 2001 mit Server-based Computing-Lösungen verschiedener Hersteller. Schon im September gingen einige Clients in Produktivbetrieb und der Rollout begann. Die PVA hatte sich für die Lösung HOBLink JWT des deutschen Herstellers HOB entschieden. Hauptkriterien waren die problemlose Web-Fähigkeit und die effektiven Load Balancing Mechanismen. Außerdem musste keine zusätzliche Software auf den Microsoft Windows Terminal Servern installiert werden.

 

Die Technik

Alle benötigten Anwendungen installieren die Administratoren auf den Windows Terminal Servern. Der RDP Client HOBLink JWT liegt auf einem Webserver vor. Der Anwender startet eine Webseite und wählt die benötigte Applikation aus. Beim ersten Start der Applikation wird das Java-Applet auf die Arbeitsplatz PCs geladen und die Verbindung zur Terminal Server Farm kann erfolgen. Beim nächsten Start des RDP Clients, prüft dieser, ob eine neuere Version auf dem Webserver ist und lädt das neuere Applet dann gegebenenfalls herunter. Der Load Balancing Mechanismus führt die Anwender dabei zu dem Windows Terminal Server mit der geringsten Auslastung. Wird eine Verbindung unterbrochen, erfolgt die Wiederverbindung genau mit dem Server, auf dem der Anwender bisher gearbeitet hat. Die gesamte Rechenleistung erfolgt dabei auf den Terminal Servern, der Arbeitsplatz-Client zeigt nur den Bildschirminhalt an und gibt die Maus- und Tastatureingaben an die Server weiter.

 

pva
Zugriff auf die Windows Terminal Server Farm und die anderen Unternehmensrechner

 

Benötigt die PVA neue Applikationen oder neue Versionen der eingesetzten Software, installieren die Administratoren diese einmalig auf der Windows Terminal Server Farm. Soll eine neuere Version des RDP-Clients zum Einsatz kommen, tauscht man diese nur auf dem Web-Server aus. Sofort danach haben alle Anwender den neuen Client oder die neuen Applikationen zur Verfügung. Die Administratoren müssen folglich nichts auf den Arbeitsplatz PCs installieren, alles erfolgt zentral.

 

Die PVA hat inzwischen ca. 3000 Concurrent User in die Windows Terminal Server Struktur integriert, allein in der Zentrale in Wien arbeiten 1500 Anwender mit der Lösung. Die restlichen Anwender teilen sich auf die neun Landesstellen auf. Dafür sind 150 Terminal Server mit zwei oder vier Prozessoren und unterschiedlicher Hauptspeicherbestückung im Einsatz. Die Wartung und Pflege der Terminal Server Farm erfolgt durch 3 Administratoren. Das neue IT Konzept brachte Einsparungen bei der Hardware von über einer Million Euro, bei der Software im Vergleich zu einem Mitbewerber Einsparungen von 260.000 Euro. Der Rollout-Plan sieht vor, im Jahr 2004 alle noch nicht integrierten Arbeitsplätze mit dem RDP-Client auszustatten. Ab diesem Zeitpunkt arbeiten alle Mitarbeiter mit identischen Versionen ihrer Applikationen. Die Nutzungsdauer der PCs ist nun für bis zu 10 Jahre ausgelegt. Denn eine Erweiterung der Terminal Server Farm ist entschieden einfacher und kostengünstiger als sämtliche Arbeitsplatz PCs bei höheren Anforderungen der Applikationen auszutauschen.

 

Last Updated: 21. Apr 10 by webmaster@hob.de

 

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